„Where is the beef?“ – Richtig Mitarbeiter finden und halten

Generation Y, der weiter zunehmende Fachkräftemangel: Zwei Dinge, die Unternehmen heute Kopfschmerzen bereiten; und Thema beim letzten Breakfast-Meeting der husare-Akademie in 2015 waren. Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung stand die Frage „Wie findet ein Unternehmer die richtigen Mitarbeiter in der heutigen Zeit?“ im Mittelpunkt.

Generation Y: Unangepasst und faul?

„Generation Y“ ist in der heutigen Zeit fast ein Schimpfwort. Die Geburtenjahrgänge 1977-1985, die dafür bezahlt werden wollen, dass sie atmen. Sagen die, die es böse meinen. Tatsächlich sieht die Situation besser aus: Wie bei jeder Generation davor gibt es auch bei der Generation Y motivierte wie unmotivierte Mitarbeiter. Wobei die Mitarbeiter rar sind, die wirklich hinter dem Unternehmen stehen: Nur 15 Prozent tun dies. 70 Prozent der Mitarbeiter gehören der ‚schweigenden Masse’ an. Der Rest arbeitet, weil er eben arbeiten muss. „Es ist falsch, die motivieren zu wollen, die im Kopf bereits gegangen sind,“ erklärt Thomas Hans, Geschäftsführer der husare gmbh und Experte beim Thema Employer Branding. „Stecken Sie Ihre Kraft in die Mitarbeiter, die Sie noch motivieren können! Motivieren Sie die 70 Prozent, die Potential haben, aber sich nicht richtig angesprochen fühlen.“ Das Unternehmen braucht dafür Werte, die die Mitarbeiter ansprechen und binden.

Die Tage von Stepstone, Monster & Co. sind gezählt

Das Unternehmen schreibt eine Stelle aus. Und dann? Wählen die Personaler aus allen Bewerbungen den qualifiziertesten Bewerber aus. So die Theorie. In der Praxis funktioniert das zu Zeiten des Fachkräftemangels schon lange nicht mehr effektiv genug. Auf eine Stelle braucht ein Unternehmen in der Regel 40 Bewerbungen, bis der richtige Bewerber dabei ist. Oder es bewirbt sich erst gar keiner, etwa aufgrund des schlechten Standorts des Unternehmens. Anders, wenn man effektiv sucht. Hans weiß: „Ein Unternehmen muss da werben, wo die richtigen Bewerber sind.“

 

Bei der Jobsuche haben nach der Zeitung mittlerweile auch die klassischen Jobportale ausgedient. Zu Zeiten von Social Media ist Empfehlungsmarketing the next big thing – auch bei der Jobsuche. Bewerber können dort abgeholt werden, wo sie sich tagtäglich aufhalten und austauschen. Die Gruppen, die das Unternehmen ansprechen will, können außerdem genau eingegrenzt werden. Zum Beispiel auf Facebook, wo die viele Nutzer freiwillig private Informationen preisgeben. Das gezielte Anwerben ohne Streuverluste erleichtert zudem den internen Workflow der Personalabteilung. „Beim Empfehlungsmarketing findet das Unternehmen schon durchschnittlich bei sieben Bewerbungen drei geeignete Kandidaten“, kennt Hans die Zahlen. „Da bei der Ausschreibung der Stelle nur die angesprochen werden, die auch in Frage kommen.“ Qualität schlägt Quantität!

MobileJob sucht und findet für das Unternehmen

Ein gutes Beispiel für zeitgemäßes Recruiting ist MobileJob. Das Start-up gründeten Steffen Manes und Kai Daniels 2014 in Berlin. Im Breakfast-Meeting erzählte Co-Speaker Manes, wie sie den Recruiting-Markt für Fach- und Hilfskräfte revolutioniert haben. Und warum Bewerben heute so funktioniert.

„Mit MobileJob müssen nicht die Bewerber die Stellenausschreibung finden, die Stellenausschreibung findet sie“, erklärte Manes. „Das funktioniert durch personalisierte Werbung, aber auch auf einem anderen Kanal: mobil. Der Bewerber muss sich nicht mehr an den Rechner setzen, um seine Bewerbung inklusive Dateien für den Lebenslauf, Zeugnisse etc. abzuschicken.“ MobileJob nimmt unnötige Hürden, der Prozess des Bewerbens wird so ganz einfach.

Erhält ein Jobsuchender ein interessantes Angebot, folgt der direkte Klick auf ‚Bewerben’. Dann beantwortet der Kandidat Fragen, die das Unternehmen zuvor festgelegt hat. Nach diesen Fragen wird entschieden, ob er zum Unternehmen passt. Wenn ja, wird der Bewerber zum Gespräch eingeladen. Nicht mehr per Mail, sondern per SMS, direkt aufs Handy.

Bei der Erstellung einer Content-Strategie steht am Anfang das Sammeln möglicher Themen. Erst dann kann nach einer ersten Vorplanung langsam damit begonnen werden, digitale Präsenzen aufzubauen. Wer seine Hausaufgaben gründlich gemacht hat, kann dann aus dem Vollen schöpfen: Ob Corporate Publishing, Kunden- oder Mitarbeiter-Events, Auszeichnungen, mediale Berichterstattung u.v.m. – der Content ist oft schon da, er muss nur noch in die Welt hinausgetragen werden. Dafür sind Social Media ein idealer Weg.

Digitale Transformation ist keine Frage der Technologie. Und keine Frage der Kanäle. Sie ist eine Frage der Unternehmensführung! Es ist wichtig, das Thema im Unternehmen zu verankern und möglichst abteilungsübergreifend eine Sensibilität zu schaffen – auch wenn man dafür einen langen Atem braucht. Mit einem Workshop zu Beginn, bei dem Vertreter der Geschäftsführung, des Marketing, des Vertriebs und nach Bedarf weiterer Abteilungen an einen Tisch geholt werden, kann man die richtigen und notwendigen Weichen für den digitalen Erfolg stellen.

Die 3 Hard Facts zum Recuiting heute:

1. Gehen Sie als Unternehmen auf den Bewerber zu

2. Sprechen Sie den Kandidaten dort an, wo er sich online aufhält.

3. Kennen Sie die Candidate Journey? Machen Sie die Bewerbung durch weniger Hürden einfach!

 

Klären Sie bei husare alle Fragen rund um Employer Branding. Sie erreichen Thomas Hans per Telefon unter +49 2572 9363 17 oder per Mail unter t.hans@husare.de.

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