Welcome to the Jungle!

„Mittlerweile sollte jeder wissen, welche Reichweite die sozialen Netzwerke haben und welche Möglichkeiten sich dadurch auch für Unternehmen eröffnen!“ Wunschdenken oder Realität? In jedem Fall der Anspruch eines Head of PR & Social Media bei husare – Mark Bourichter nahm die Teilnehmer des Afterwork-Meetings „Welcome to the Jungle“ mit auf eine Expedition in den Mediendschungel, bei der es weniger darum ging zu erklären, was Social Media sind und welche verschiedenen Netzwerke es gibt. Vielmehr stand das digitale Potenzial der Unternehmen im Fokus, welches nach wie vor vielfach ungenutzt bleibt. Warum? Weil den Unternehmen eine umfassende digitale Strategie fehlt.

Schritt halten oder einen Schritt voraus sein?!

Die Gesellschaft wird immer digitaler. Die Konvergenz von Off- und Online-Welt nimmt immer mehr zu. Für jeden Bereich unseres alltäglichen Lebens gibt es mindestens eine App. Oder ein passendes Gadget. Beim Smartphone fängt es an, geht über intelligente Uhren und vernetzte Kleidung bis hin zu kommunikativen Kontaktlinsen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Denken wie die Zielgruppe, ihre Bedürfnisse am besten noch vor ihr selbst erkennen und Produkte, Dienstleistungen und Inhalte generieren, die diese genau bedienen – das ist, was erfolgreiche Unternehmen heute auszeichnet.

„Big Data“ – das Zauberwort

Für den Erfolg im mittelständischen Unternehmensalltag braucht es keine wilden Zukunftsszenarien mit überhöhten Ansprüchen an die eigene Innovationskraft. Wichtig ist, dass man das digitale Thema überhaupt angeht, längst vorhandene Daten auswertet und eine passende Strategie entwirft – wenn nötig mit externer Hilfe. Wer einfach die Hände in den Schoß legt, vergibt wertvolle Chancen und ist womöglich eines von zwei Unternehmen, das bis 2020 von der Bildfläche verschwindet. Oder von innovativen Start-ups verdrängt wird. Dabei ist die Ursache für fehlendes Handeln noch oft genug fehlendes Wissen: Nur ein Drittel der KMU bescheinigt sich selbst ausreichend Kenntnisse im Online-Marketing und digitalen Themen. Mehr als die Hälfte hat kein Verständnis, wie digitale Medien den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beeinflussen. Nur ein Drittel hat Kenntnisse über die Effizienz verschiedener digitaler Kanäle. Die Hälfte der Ausgaben entfallen auf SEO- und SEA-Maßnahmen – Social Media, Storytelling und Content Marketing werden noch zu stark vernachlässigt.

Agieren statt reagieren

Wer aktiv Content produziert und konsequent eine Digitalstrategie verfolgt, kann sich einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb verschaffen – das gilt für viele Sektoren. Denn Geschichten, die es wert sind erzählt zu werden, gibt es überall. Mitunter braucht man nur den Blick von außen, um das zu erkennen! Und man darf nicht glauben, dass allein eine Präsenz bei Facebook & Co. ausreicht, um digital gut aufgestellt zu sein. Social Media sind nur Kanäle, keine eigene Strategie. Oder um es mit Mark Bourichters Worten zu sagen: Sie sind wie Satelliten zu verstehen, die um das Zentrum des Kommunikationssystems – die eigene Webseite – kreisen und für Traffic sorgen. Das eigentliche Storytelling findet auf der Unternehmensseite statt.

Bitte keine Hauruck-Aktionen

Bei der Erstellung einer Content-Strategie steht am Anfang das Sammeln möglicher Themen. Erst dann kann nach einer ersten Vorplanung langsam damit begonnen werden, digitale Präsenzen aufzubauen. Wer seine Hausaufgaben gründlich gemacht hat, kann dann aus dem Vollen schöpfen: Ob Corporate Publishing, Kunden- oder Mitarbeiter-Events, Auszeichnungen, mediale Berichterstattung u.v.m. – der Content ist oft schon da, er muss nur noch in die Welt hinausgetragen werden. Dafür sind Social Media ein idealer Weg.

Was bleibt hängen nach dieser Expedition in den digitalen Dschungel?

Digitale Transformation ist keine Frage der Technologie. Und keine Frage der Kanäle. Sie ist eine Frage der Unternehmensführung! Es ist wichtig, das Thema im Unternehmen zu verankern und möglichst abteilungsübergreifend eine Sensibilität zu schaffen – auch wenn man dafür einen langen Atem braucht. Mit einem Workshop zu Beginn, bei dem Vertreter der Geschäftsführung, des Marketing, des Vertriebs und nach Bedarf weiterer Abteilungen an einen Tisch geholt werden, kann man die richtigen und notwendigen Weichen für den digitalen Erfolg stellen.

Die Voraussetzungen

Die Voraussetzungen

1. Digitale Führungskraft

  • Die Vorantreibung muss von der Unternehmensspitze ausgehen

 

2. Digitales Verständnis verankern

  • Die Qualifizierung von Mitarbeitern, z.B. über Social Media Guidelines, ist von hoher Bedeutung.

 

3. Mitarbeiter, Kunden & Partner einbinden

  • Kunden und Partner sind treibende Kräfte der Digitalisierung
  • ihre Erwartungen zu erfüllen ist das Ziel des Unternehmens
  • ohne starke Partner – z.B. Digitalagentur und IT-Dienstleister – läuft  nichts

 

4. Business-Modelle überdenken

  • bestehende Geschäftsmodelle müssen ständig auf Digitalisierungspotenziale und –notwendigkeiten überprüft werden
  • neue Geschäftsmodelle müssen aktiv durch Unternehmen entwickelt werden
  • wer es nicht macht, scheitert

 

5. Technologien kennen & verstehen

  • Digitale Transformation erfordert permanentes IT-Engagement

 

6. Digitale Plattformen nutzen

  • Digitale Plattformen haben eine zentrale Rolle im digitalen Raum übernommen
  • Unternehmen sollten deshalb durch die Betreibung eigener Plattformen präsent bleiben

 

7. Daten-Management

  • Daten müssen stetig ausgewertet und zur Weiterentwicklung und Gestaltung des digitalen Angebots in steuernde Prozesse zurückgeführt werden.

 

8. Kunden kennen & verstehen

  • Man muss ganzheitlich denken und so Brücken im Unternehmen bauen.

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