The whole Town’s talking! – Aber warum denn nur?

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he whole Town’s talking! – Aber warum denn nur?

…weil man ihr eine gute Story geliefert hat! Was einfach klingt, stellt viele Unternehmen noch immer vor große Herausforderungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass so viele der Einladung zum Breakfast-Meeting zum Thema „Storytelling“ gefolgt sind. Die erste Veranstaltung der husare-Akademie in diesem Jahr bot einen unterhaltsamen Überblick zum Thema, Best-Practice-Beispiele sowie einen Ausflug in den Bereich Blogger Relations. Referent Mark Bourichter, Head of PR & Social Media bei husare und Betreiber des Blogs Daddylicious, hatte mit Jens Stratmann einen Co-Speaker neben sich, der als erfolgreicher Auto-Blogger ebenfalls Infos aus erster Hand liefern konnte.

Storytelling begegnet uns im Alltag spätestens seitdem wir uns Gedanken darüber machen, woher unser Frühstücksei kommt. Ob Boden-, Käfig- oder Freilandhaltung ist für den Otto-Normalverbraucher geschmacklich nicht zu unterscheiden, trotzdem kauft man, möchte man nicht als Tierquäler gelten, die Eier von freilaufenden Hühnern und zahlt dafür auch gerne mehr Geld. Mit diesem Beispiel führte husare-Geschäftsführer Thomas Hans ins Thema ein als Antwort auf die simple aber für erfolgreiches Storytelling essenzielle Frage: Was ist die Geschichte hinter dem Produkt?

Zu Beginn galt es, ein paar Begriffe zu klären. Was ist Storytelling überhaupt? Und was war noch dieses Content Marketing? Man muss Inhalte schaffen, sie sorgfältig aufbereiten und verbreiten, damit sie bei der Zielgruppe ankommen. Kundenbindung und –gewinnung ist dabei das höchste Ziel. Man macht sich dabei den Umstand zu Nutzen, dass die Menschheit seit jeher versessen auf gute Geschichten ist – einfache Marketingziele lassen sie kalt. Und die heutige Zeit bietet dank Social Media einen ganz neuen Dialog. Lange Zeit hat sich das Marketing eingeigelt, sämtlichen Kundenkontakt auf Hotlines oder Kontaktformulare abgeschoben – die Öffentlichkeit wurde ausgeklammert.

Würden Sie bei der Coca-Cola-Hotline anrufen und sagen: „Die Cola heute – sau lecker!“?

Mittlerweile gibt es keinen Weg an der öffentlichen Kommunikation vorbei. Unternehmen sollten das als Chance begreifen, schließlich bekommen sie so auch positives Feedback, was ihnen früher ohne entsprechenden Kanal vorenthalten blieb. Dieses eignet sich wiederum für Referenzen – scheuen Sie sich also nicht, Ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung offen kundzutun. Selbst negativen Rückmeldungen kann man so ganz offen begegnen, öffentlich Hilfe oder Ersatz anbieten – und so noch im Beschwerdemanagement das Unternehmensimage fördern.

In welche verschiedene Bereiche Storytelling ausstrahlt und positive Wahrnehmung generiert, verdeutlichte Mark Bourichter anhand diverser Beispiele. Ob zur Differenzierung vom Wettbewerb (VISA), zur Markenstärkung durch die Bewerbung eines vollkommen austauschbaren Produkts (Hornbach und seine Hammer aus Panzerstahl) oder für effektives Employer Branding (Ford) – die Einsatzfelder von Storytelling sind extrem vielfältig. Auch bei den eigenen Kunden von husare gibt es positive Beispiele dafür, wie Storytelling bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurde. Das passiert über Kooperationen, Magazine, Social Media, klassische PR oder mithilfe von Blogs. Für ein optimales Ergebnis kommt es dabei auf das richtige Zusammenspiel zwischen digitalen und analogen Medien an. Wer immer noch zögert, dem sei gesagt: Der Gegenwert einer guten Story ist in der Regel höher als die Investition.

Blogger zum Anfassen

Bei Blogs oder besser beim Umgang mit Bloggern, das zeigte sich im Verlauf des Vortrags, sind viele Unternehmen noch vorsichtig. Um die Hemmschwelle für künftige Kooperationen zu senken, gab Jens Stratmann einen Einblick in seinen Blogger-Alltag, wie er zum Bloggen kam und wie die Zusammenarbeit mit Unternehmen aussehen kann. Nicht zu vergessen: Eine Liste mit den wichtigsten Dos & Don’ts. Laut Stratmann sollte man keine falsche Scheu zeigen, sondern einen Blogger einfach ansprechen, wenn er das richtige Thema besetzt. Dabei kann man auch durchaus Ideen gemeinsam entwickeln und muss nicht immer schon ein ausgereiftes Konzept in der Schublade liegen haben. Wichtig bei alledem sei nur, dass man sich natürlich eine wohlwollende Berichterstattung verspricht, sich aber bewusst sein muss, dass Blogger nicht käuflich sind. Gibt man ihm ein Produkt zum Testen, wird dieser seine ehrliche Meinung wiedergeben – im guten wie im schlechten Sinne.

Eine Alternative sind eigene Unternehmensblogs. Diese wollen gut gemacht sein, oftmals scheitert es aber an fehlendem Personal und Budget. Kooperationen und Multiplikatoren aus der Bloggerszene sind daher umso willkommener, vor allem hinsichtlich der Authentizität. Sie sind Profis – unabhängig, glaubwürdig. Genau deswegen ist eine Kooperation mit Bloggern so attraktiv – ein positiver Produkttest kann bei den Lesern mehr bewirken, als eine groß angelegte – und teure – Anzeigenkampagne.

Fahrplan für gutes Storytelling:

1. Zieldefinition: Legen Sie fest, was Sie erreichen wollen!
2. Bestandsaufnahme: Was habe ich, was brauche ich?
3. Bedarfsanalyse: Welche Themen sind erfolgversprechend?
4. Redaktionsplan: Planen Sie Ihre Strategie!
5. Umsetzung
6. Analyse & Optimierung: Erfahrungen nutzen!

Bilder und Eindrücke der Veranstaltung finden Sie auf unserer Facebook– und Google+-Seite. Wir freuen uns über Feedback!

husare hilft Ihnen, die richtige Story zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen zu finden – und zu erzählen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie Mark Bourichter per Telefon unter +49 2572 9363 29 oder per Mail unter m.bourichter@husare.de