Marketing international – Best and Worst Cases

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nternationales Flair herrschte in den Räumen von pro-art werbeagentur beim After-Work-Meeting „Marketing international – Best and Worst Cases“. Anwesend waren nämlich neben den Gästen der wissensbilder akademie auch die im Rahmen des CommWorld-Spring-Meetings anwesenden Agenturpartner aus ganz Europa. So waren die Räume der Emsdettener Agentur mit gut 80 Zuhörern an diesem Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Thomas Hans, Geschäftsführer von pro-art werbeagentur, mit den Worten: „Nutzen Sie heute die Chance für den internationalen Austausch. Make CommWorld alive.“ Und schnell wurde den Zuhörern die Relevanz von internationalen Kontakten deutlich, denn es gibt nicht den einen typischen Europäer. Jedes Land hat seine kulturellen Besonderheiten, auch und besonders im Business-Bereich. Das reicht von Unterschieden beim Führungsstil oder bei Meetings bis hin zu den Anforderungen an Präsentationen vor Kunden oder Geschäftspartnern.

Testimonials und Humor in Österreich.

Experten in ihren Ländern sind natürlich auch die Vertreter der CommWorld-Agenturen. Und fünf von ihnen nutzten die Chance und stellten ihr Land, sowie Besonderheiten in der Werbung vor. Den Anfang machte Claus Zerenko, Geschäftsführer der Agentur reklamebuero aus Linz: „Schon interessant: Ein Österreicher hält in Deutschland einen Vortrag auf Englisch“, so Zerenko. Und fügte mit einem Seitenhieb auf seinen Dialekt hinzu: „Aber vielleicht ist das für Sie auch einfacher so.“ Österreich, da denkt man sofort an Berge, Skifahren, Urlaub. Aber auch für seine Kultur, seine Sportler und das gute Essen wie den Kaiserschmarrn ist das Alpenland bekannt. In der Werbung mögen die Österreicher weder Gewalt noch Sexismus, dafür kommen Testimonials und Humor gut an.

Bulgarien: Keep it simple and stupid.

Einen Einblick in die Eigenheiten von Bulgarien gab anschließend Emmona Gesheva (Active Group). Bekannt sei das Land vor allem für seine ethnische Toleranz und das friedliche Miteinander der verschiedensten Kulturen. Wichtig für die Bulgaren ist vor allem eine gute Bildung, für die jungen Leute spielt außerdem die Integration eine große Rolle. Gesheva: „Die meisten von ihnen lernen deshalb schon früh die englische Sprache.“ Und auf eine ganz besondere Eigenheit wies Emmona Gesheva noch hin: „Es gibt einen kulturellen Unterschied, den Sie beachten sollten, wenn Sie mit Bulgaren sprechen: Wir nicken, um Nein zu sagen und schütteln den Kopf, wenn wir Ja meinen.“ Bei der Werbung halten sich Bulgaren an die sogenannte Kiss-Regel. Kiss steht für: Keep it Simple and Stupid. Komplizierte Botschaften wirken meist nicht, alles sollte klar und verständlich sein.

Tschechien: An der Zukunft orientiert.

„Prag und Karell Gott – daran denken bestimmt die meisten von Ihnen, wenn Sie Tschechien hören“, so eröffnete Vladimir Jarkovsky von der Agentur Remmark seinen Vortrag. Doch sein Land habe noch mehr zu bieten. Und sogleich beschrieb er den typischen Tschechen: Prag im Kopf, Ironie auf der Zunge, Bücher, Bier und Eishockey als Vorlieben und stets an der Zukunft orientiert. Im Bereich der Werbung werden gerne, wie auch in Österreich, Testimonials eingesetzt.

Niederlande: Das flache Land der Windmühlen und Tulpen.

Als nächstes an der Reihe war Anita Verdonk (Cooks Incorporated Marketing & Communication), die ihr Heimatland Niederlande vorstellte: „Wir sind nicht nur das flache Land mit den Windmühlen und Tulpen, sondern auch die Heimat von Rembrandt, van Gogh, Heineken und das Land mit dem größten Hafen Europas (Rotterdam) und Orange als Nationalfarbe.“ Wichtig bei der Kommunikation in den Niederlanden sei vor allem: Jeder wird gleichbehandelt, jeder ist involviert. Man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen, Humor wird gern gesehen, aber, so Anita Verdonk: „Im Gegensatz zu meinen Kollegen kann ich Ihnen eins sagen: Wir mögen keine Testimonials.“

Spanien: Die Sonne ist der König.

„Spain. Living under the sun.“ Unter diesem Motto stand der Vortrag von Gonzalo Verdeja (MAKE Marketing & Comunicación), denn die Sonne spielt in Spanien eine große Rolle. Die meisten Spanier verbringen einen Großteil ihres Lebens draußen – egal ob tagsüber oder nachts. Gonzalo Verdaja stellte heraus: „Spanier wollen sehen und gesehen werden.“ In der Werbung seien sie eher emotional als rational zu überzeugen und englischsprachige Spots sind zwar gern gesehen bei den jungen Menschen, aber die Älteren verstehen sie dann meist nicht.

Internationaler Austausch.

Doch was wäre ein internationales After-Work-Meeting ohne die Möglichkeit auch Kontakte zu knüpfen. Dafür hatte sich pro-art werbeagentur dieses Mal etwas ganz Besonderes überlegt: In bunt gemischten Gruppen gab es eine außergewöhnliche 7Sonntage-Keksverkostung. Mal mit Scampi, mal mit französischem Weichkäse – und immer dazu ein passender Wein. Da blieb neben den Gaumenfreuden auch noch genug Zeit für den länder- und branchenübergreifenden Austausch.

Mehr Informationen über die anderen Länder des CommWorld-Netzwerks haben wir in einem umfangreichen Handout für Sie zusammengestellt. Hier anschauen und herunterladen.

Wollen Sie mehr zum Thema Marketing international erfahren? Dann melden Sie sich gerne bei uns! Schreiben Sie einfach eine E-Mail an akademie@husare.de oder rufen Sie an unter: +49 2572 9363 20.