Employer Branding – innen hui

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt, bei dem die Arbeitnehmer die Trümpfe in der Hand halten, sich Ihren Arbeitgeber auszusuchen.
„Als husare vor sieben Jahren angefangen hat, sich auch auf Employer Branding zu spezialisieren, haben bereits viele über das Thema gesprochen, ohne etwas zu unternehmen. Die Folgen für die Unternehmen sind teilweise dramatisch“, leitete Thomas Hans, Geschäftsführer bei husare das Afterwork-Meeting „Employer Branding – innen hui“ am 15. November 2018 in Emsdetten vor knapp 50 Zuhörern ein.

Was können Unternehmen nun unternehmen, um neue Mitarbeiter zu finden, sie zu binden und deren Leistungsbereitschaft zu fördern? Zunächst einmal müssen sie umdenken. „Das Motto ‚Außen hui – innen pfui‘ funktioniert heute nicht mehr“, sagt Christoph Sauerland, Etat-Direktor und Employer Branding Spezialist bei husare. „Mehr Schein als Sein führt dazu, dass aktuelle Mitarbeiter sich „verschaukelt“ fühlen – Zynismus und Reaktanz sind oft die Folgen. In Zeiten von Social Media dringen diese Stimmungen ungefiltert nach außen – zu Lasten des Unternehmens.“

Nur glaubwürdige Arbeitgeber können sich langfristig vorteilhaft gegenüber Mitarbeitern positionieren. Sie verfügen hierfür über drei Hebel:
Erstens Culture / Unternehmenskultur,
zweitens Circumstances / Rahmenbedingungen
und drittens Cash.

CULTURE

Zum Feld Culture gehören Normen, Werte und Einstellungen eines Unternehmens. Vor allem die letzten beiden Kriterien sind für Außenstehende schwer zur erkennen und müssen meist über einen längeren Zeitverlauf erst erfahren werden. Die Ansprüche an Führungskultur, Teamkultur und Kommunikationskultur haben sich zudem gewandelt. „Menschen kommen zu Unternehmen, aber verlassen später Vorgesetzte“, zitierte Sauerland den bekannten Managementautor Reinhard K. Sprenger.

Es zähle nicht mehr um das Management von Botschaften sondern die Vernetzung und das Teilen von Wissen ‚bottom-up‘, etwa über firmeninterne soziale Netzwerke (wie husare sie auch seit 2015 nutzt) oder authentische Videoformate à la Mercedes-Benz, bei denen der CEO auf dem Beifahrersitz auch mal dem Azubi das Steuer überlässt und ihm ungefiltert Frage und Antwort steht (zum Daimler Blog).

CIRCUMSTANCES

Circumstances steht für die Gestaltung der Arbeitswelt für die Mitarbeiter. In Zeiten von „New Work“ bedeutet dies vor allem, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kommunikation besser funktioniert. Dabei muss der Unternehmenssitz nicht gleich zu einem augenscheinlichen Business-Freizeitpark nach Vorbild von Googles Hauptquartier umgebaut werden (Hauptquartier Google).
Auch in Deutschland gibt es erfolgreiche Beispiele, wie sich Unternehmen auf die veränderten Anforderungen ihrer Mitarbeiter eingestellt haben, von kommunikationsfördernder Innenarchitektur (New Work bei Schaeffler) über die frühe Übertragung von Verantwortung an Lehrlinge (dm-Lehrlingsfilialen) bis hin zu unternehmenseigenen Bus-Shuttlen von der Provinz in die Metropole (Bus-Service von Viega) und Job-Sharing auf Führungskräfteebene (Jobshare bei Unilever).

CASH

Keine Frage – auch das Einkommen spielt eine wichtige Rolle für die Arbeitgeberattraktivität. „‘Mehr Geld‘ ist allerdings selten der einzige Weg zum Erfolg“, weiß Christoph Sauerland. Doch auch in diesem Bereich gibt es praktikable Ansatzpunkte, etwa über Beteiligungsmodelle für die Arbeitnehmer (Straßenbauunternehmen Heitkamp & Hülscher) oder innovative Entlohnungsmodelle, bei denen Kollegen mit bewerten und über Gehaltserhöhungen entscheiden können.

VIELES IST MÖGLICH

„Vieles ist im Bereich Employer Branding möglich, wenn man die drei Ansatzpunkte Culture, Circumstances und Cash berücksichtigt“, fasste Christoph Sauerland zusammen. Der anschließende Austausch mit den Teilnehmern des Afterwork-Meetings zeigt, dass auch bei ihnen Bedarf besteht, mit Employer Branding die Arbeitgebermarke zu stärken, um Mitarbeiter zu finden und zu binden. Genau hier kann die Expertise von husare aus über sieben Jahren Erfahrung zum Einsatz kommen. Sprechen Sie uns an:

Christoph Sauerland
Etat Direktor
+49 2572 9363-37
c.sauerland@husare.de