Employer Branding – Markenarbeit, die sich auszahlt

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ührungskräfte, Personaler und Marketing-Verantwortliche wissen längst: An Employer Branding führt kein Weg vorbei. Was im Bereich Human Resources vor Jahren innovativ war, ist heute längst Unternehmensrealität. Die strategische Führung der Arbeitgebermarke ist Pflicht, die Aufgaben werden stetig komplexer und fordern Personaler immer wieder zum Umdenken. Beim dritten Afterwork-Meeting in 2017 referierten die drei Experten Katja Wieja (Digital Employer Branding Manager bei der thyssenkrupp AG), Thomas Hans (Geschäftsführer der husare gmbh und Lehrbeauftragter der Universität Münster) sowie Christoph Sauerland (Etat Direktor bei der husare gmbh und Experte für interne Kommunikation) über aktuelle Aufgaben des Employer Brandings.

In der freien Wildbahn sind verfügbare und qualifizierte Fachkräfte seltene Exemplare. Längst ist der sogenannte „war for talents“ ausgebrochen. Mit offenem Visier kämpfen Unternehmen um die besten Talente, so sie denn verfügbar sind. Glücklich sind jene Personaler, die vakante Positionen besetzen können. Doch das ist nur der erste Schritt. Wie werden neue Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden? Woher wissen Arbeitnehmer, welche Ziele gemeinsam mit dem Arbeitgeber verfolgt werden? Und vor allem: Wie können Mitarbeiter motiviert werden?

Thomas Hans legte den Finger in die Wunde:

Laut Studien sind nur 15 Prozent der deutschen Arbeiternehmer emotional an ihren Arbeitgeber gebunden.

Sicherlich, eine Liebesbeziehung sieht anders aus. Aber ist das für Unternehmen überhaupt relevant? Christoph Sauerland macht klar: „Mit einer niedrigen emotionalen Bindung der Mitarbeiter steigen Abwesenheit, Arbeitsunfälle und Qualitätsmängel –mit einer hohen emotionalen Bindung hingegen steigen Kundenkennzahlen, Produktivität und Rentabilität.“ Je mehr die Bindung sinkt, desto höher die Gefahr, dass die Mitarbeiter kündigen. Einstellen, ausbilden und eingliedern kostet viel Zeit und Geld. „Das Ausscheiden eines Mitarbeiters mit einem Brutto-Jahresgehalt von 25.000 EUR kostet einem Unternehmen im Durchschnitt 19.000 EUR – von Kosten für Minderleistung in der Kündigungsphase bis zu Einarbeitungskosten für den neuen Mitarbeiter“, zeigt Sauerland auf.

Sind das Herausforderungen, die Sie kennen?

Jetzt stellen Sie sich vor, Sie verantworten das Employer Branding eines Unternehmens mit über 150.000 Mitarbeitern. So geht es Katja Wieja, die zum vierköpfigen Employer-Branding-Team von thyssenkrupp gehört. Die strategische Implementierung der Arbeitgebermarke ist für sie unerlässlich. 2015 war es bei der international tätigen Aktiengesellschaft aus Essen soweit. Die gesammelten Erfahrungen fasst Katja Wieja in drei Punkten zusammen:

1. Involvieren Sie die richtigen Mitarbeiter in die Entwicklung der Employer Value Proposition!

2. Verschwenden Sie nicht zu viel Zeit für Theorie!

3. Lernen Sie aus der Praxis: Testen Sie zielgruppenrelevante Formate direkt in der Zielgruppe!

Mit Erfolg: 2017 kletterte thyssenkrupp um 53 Plätze auf Rang 5 beim potentialpark Ranking. Die Liste bewertet Karriereseiten, Onlinebewerbung, Social-Media-Recruiting und mobile Karrierekommunikation deutscher Unternehmen. Katja Wieja ermutigt Entscheider und Personaler das Employer Branding positiv anzugehen: „Die größten Herausforderungen sind interne Diskussionen und Hinterfragungen, nicht die eigentlichen Aufgaben.“

 

Mit 3 Faktoren Mitarbeiter erfolgreich emotional binden:

  • Unternehmensbindung: Mitarbeiter fühlen sich nicht mit einem abstrakten Gebilde wie einer GmbH oder einer AG verbunden, sondern mit der gelebten Kultur. Definieren Sie mit der Arbeitgebermarke als erstes die Werte Ihres Unternehmens. Legen Sie fest, wofür Sie stehen möchten.
  • Teambindung: Mitarbeiter fühlen sich häufig den Kolleginnen und Kollegen, also den Teams, in denen sie arbeiten, verbunden. Employer Branding kann dazu beitragen, die Zusammenarbeit in der Abteilung oder zwischen Abteilungen zu verbessern und damit die Teambindung erhöhen. Kontrollieren Sie, wie es um die Chemie im Team steht.
  • Vorgesetztenbindung: Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle im Employer Branding. Denn sie sind es, die Werte vorgeben und vorleben. Sie befähigen und ermutigen Mitarbeiter, sich im Sinne der Werte zu verhalten. Leben Sie den Employer Brand vor, seien Sie Vorbild.

 

Afterwork Meeting Employer Branding mit thyssenkrupp

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Christoph Sauerland
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