Beer builds better business – Was Marken von der Craft-Beer-Szene lernen können

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er Markt ist umkämpft, der Kunde ist preissensibel, das Produkt ist out. Die Rahmenbedingungen für das traditionelle Bier Business in Deutschland sind widrig. Dennoch sind kleine Craft-Beer-Brauereien sehr erfolgreich darin, in der Branche Fuß zu fassen und zu wachsen. Mehr noch: Plötzlich wird Craft Beer zum Trend und Konsumenten sprechen wieder über Bier. Beim Afterwork-Meeting am 26.04. bei husare berichteten folgende Macher und Experten über ihre Erfahrungen und über die Erfolgsfaktoren zum Thema „Beer builds better business – Was Marken von der Craft-Beer-Szene lernen können“:

Unter der Moderation von Mark Bourichter (Head of Digital, husare) destillierten die Teilnehmer insgesamt fünf Treiber für den Craft-Beer-Erfolg in Deutschland, mit denen sie den klassischen Brauereien überlegen sind:

  1. DIFFERENZIERUNG

Während die großen und traditionellen Fernsehbier-Marken sich vor allem über Rabattaktionen unterscheiden (trinke ich nun für den Regenwald oder sammel ich Kronkorken für eine Prämie?), hat jedes Craft Bier seinen eigenen Charakter und Geschmack. Damit treffen die Brauer den aktuellen Zeigeist. „Das Thema Bier-Genuss wurde in Deutschland lange vernachlässigt. Hier gibt es großen Nachholbedarf, wovon wir profitieren“, so Klaus Kretzer.

  1. DNA / IDEE

Auch wenn die jungen Craft Biere noch keinen langen Stammbaum vorweisen können, bauen sie alle auf konkreten Ideen auf, die die Gründer dazu bewegt haben, unter die Bierbrauer zu gehen. Jedes Bier hat seine persönliche DNA, hinter jeder Abfüllung und Sorte steckt eine Überzeugung.

  1. CONTENT / STORYTELLING

Braue Gutes und sprich darüber! Craft-Beer-Brauer sind Meister darin, ihre individuellen Geschichten über Bier, Brauen und Business in ihrer Community zu erzählen. Craft Beer Festivals sind hierfür unter anderem perfekte Plattformen mit Erlebnischarakter. „Von dieser eingeschworenen Community lebt Craft Beer“, fasst Tim Koch zusammen. Um möglichst immer vor Ort zu sein, sind die Superfreunde permanent in der Republik unterwegs. „2017 kamen so über 85.000km im Bulli zusammen“, berichtet Stefan Ströer.

  1. MUT

Ohne Mut gäbe es kein Craft Beer. „Die Biere in Deutschland waren schon qualitativ gut, bevor wir Craft Bier Brauer kamen“, sagt Florian Böckermann. Doch erst mit den Craft Bieren hielt die geschmackliche Kreativität mit klar abgegrenzten Sorten auf breiterer Basis Einzug in die Bierbranche.

  1. MARKENLIEBE

Eines wurde beim Afterwork-Meeting besonders klar: Sowohl die Mikrobrauer als auch die Konsumenten lieben ihr Bier und ihre Marke. Sei es, aufgrund der Regionalität, aufgrund der dahinterstehenden Idee oder einfach, weil die Produkte im Geschmack punkten. Die Identifikation ist so stark, dass sich die Superfreunde beispielsweise nicht mehr aufs Bierbrauen ausschließlich fokussieren, sondern darüber hinaus auch in das Merchandising-Geschäft eingestiegen sind und ihr Logo mittlweile nicht nur auf Flaschen drucken, sondern auch auf Textil.

Emotionale Zielgruppenansprache funktioniert übrigens nicht nur mit Craft Bier, sondern auch in Branchen des Mittelstands, in denen es kaum jemand erwartet. Dies präsentierte Mark Bourichter anhand eines konkreten Fallbeispiels aus der Werkzeug-Branche.

Vom viel gepriesenen Geschmack der Biere aus den Brauereien Finne, Superfreunde und Dackel konnten sich im Anschluss an die Gesprächsrunde auch die rund 50 Teilnehmer des Afterwork-Meetings überzeugen. Bei Craft Bier und Burgern diskutierten sie über die Szene und die Erfolge der Mikrobrauereien durch authentisches Storytelling.

Sind auch Sie am Thema „Markenkommunikation“ interessiert? Dann melden Sie sich jetzt schon für das kommende Breakfast-Meeting „Branded Content – Markenkommunikation als Nutzererlebnis“ (14.09. um 8:30 Uhr) bei husare an. Dann zeigen wir unter anderem, wie Sie durch emotionales Storytelling nachhaltige Wirkung in Ihrer Zielgruppe schaffen.

Melden Sie sich jetzt für das kostenlose Breakfast-Meeting „Branded Content“ am 14.09. an!