Inside Big Apple – husare besucht führende Kommunikationsagenturen in New York

Inside Big Apple – husare besucht führende Kommunikationsagenturen in New York

Mit weiteren zehn Managern inhabergeführter Agenturen aus dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA ging es kürzlich nach New York. Auf dem Programm standen neben den Hausbesuchen bei DROGA5, MOTHER, R/GA, HUSH und BIG SPACESHIP die ONE-SHOW-AWARD-Gala und ein Erfahrungsaustausch während der Creative Week. Mark Bourichter fasst das Erlebte, die Eindrücke und das Gelernte mal kurz zusammen.

„Big Action in Big Apple“ resümierte die HORIZONT treffend in der Ausgabe 21/2017 die „Fortbildungsreise“ der 12-köpfigen Delegation aus Deutschland. Es war mein erstes Treffen mit dieser Stadt und mein erster Trip mit dem GWA. Eines vorweg: Es war „AWESOME“ in vielen Belangen. Die Rooftop-Bar des Hotels im 21. Stock wirkte eher wie Souterrain in Bremen-Walle und den Transfer von a) nach b) macht man entweder mit der U-Bahn oder zu Fuß. Letzteres selten unter der Tagesempfehlung von 10.000 Schritten – aber mit entsprechenden Eindrücken der imposanten Stadt. Das war unsere einzige Möglichkeit des „Sightseeings“ im engen Terminplan – für eine ornithologische Horizonterweiterung im Central Park waren wir ja schließlich nicht angetreten.

Big Data, AI und VR – die Treiber digitaler Kommunikation

Wir wollten sehen, wie führende Agenturen aus der Werbung und der digitalen Kommunikation arbeiten, denken und neue Geschäftsfelder erschließen. Und was aktuell der „heiße Scheiß“ im Land der ignorierten Möglichkeiten (Danke, Trump!) ist. Contentmarketing ist es nicht, denn diese, in Deutschland immer noch viel diskutierte Disziplin erfolgreicher Markenkommunikation ist längst in die DNA der Macher und teilweise über 600 angestellten Kommunikationsfachleute übergegangen. Marketing mit und über Artifical Intelligence und Virtual Reality sind die Treiber der Zukunft. Digitale Vernetzung, passgenaue Information der in der Customer Journey nicht genau definierbaren Teilöffentlichkeiten unter Berücksichtigung verifizierter Daten. Wer also nicht analysiert – verliert. Wer keine Daten hat, der hat schon verloren. Unisono wurden Kampagnen, Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die auf belastbaren Datengerüsten standen. Wer meiner Zielgruppen tickt wie und möchte was auf welchen Kanal dann ausgeliefert bekommen, wenn es für ihn gerade passt? Mit vermeintlich maximaler Aufmerksamkeit. Eine „Boutique“ wie HUSH hat mit „datadriven“ Inszenierungen für Google (für wen sonst, so ziemlich alle arbeiten für die Suchmaschine) das Ganze auf die Spitze eines User-Selbsterfahrungstrips getrieben.

Data meets Creativity – Den Beweis liefern die Cases

So ziemlich alles war „Awesome“ im positiven Sinne, auch wenn die Begeisterung für Land und Leute in dieser Stadt immer auf Messers Schneide mit einer gewissen Gleichgültigkeit steht. Ist alles einfach „Awesome“ besteht immer die Gefahr das aus fantastisch schnell der Normalzustand wird. In Bezug auf den kreativen Output der Gastgeber hingegen passt diese Beschreibung immer noch perfekt. Ob es der „Johnsonville Way“ in Sachen TV-Commercials ist, die „Google Paper Planes“ für die Bespaßung von 7.000 Besuchern des I/O vor der Keynote, die kreative Idee der „Pregnancy Pause“ für junge Mütter bei LinkedIN oder der visuell epische Time Square-Takeover von Samsung zum Launch des Galaxy S8. Arbeiten aus dem höchsten Regal kreativer Leitwölfe des Planeten.

Die Rahmenbedingungen kreativer Arbeit

Mal lagen wir bei den Präsentationen unter dem Tisch vor Lachen und mal standen wir mit offenen Mündern in flughafenähnlichen Empfangshallen im Herzen von Manhattan. Eigentlich viel interessanter für uns als Agentur-Leiter waren die Präsentationen der eigenen Leistungsbereiche, der DNA jeder einzelner Agentur, die Diskussion über die Herausforderungen der Zukunft und Arbeitsweisen der Gegenwart. Keine einzige Powerpoint-Präsentation – alles aus der Wolke ganzheitlicher Workflow-Lösungen wie „G Suite“ von Google. Alle Mitarbeiter können von überall aus auf alles zugreifen. Ein effektiver Weg. Kein Witz: Bei BIG SPACESHIP gab es kein einziges Telefon auf den Schreibtischen der Mitarbeiter. „Ein Conference-Call mit den Kunden reicht meistens – dafür stehen die Spinnen bei uns in den Konfis bereit“.

 

Diese Ruhe auf der Etage für 150 Personen war schon unheimlich. Und sicherlich für unsere Arbeit hier in Deutschland kein wirklich funktionierendes Modell. Doch Kollaboration mit unseren Kunden vis-a-vis in der Agentur oder im Büro des Auftraggebers ist und bleibt spannend und bedeutet effizienten Output ohne die achte Telefonschleife und 35. Korrekturschleife per E-Mail. Hier sollten wir einfach enger und besser zusammenarbeiten.

 

 

So ziemlich jede Agentur beschäftigt eine Catering-Crew, die Mitarbeiter mit Vitaminen, Kohlenhydraten und Proteinen versorgte. Bei DROGA 5 prangte der Satz „Bacon has Electrolytes, too.“ am Büffet. R/GA präsentierte die komplette Produktreihe von Apple – direkt neben vier patinabehafteten Ducati-Motorrädern und einer BMW Isetta. Bei MOTHER gab es am Empfang auf Wunsch Frischgezapftes. Auch keine schlechte Idee.

 

 

Eine Kreativaward-Gala wie jede andere. Der Austausch untereinander aber wertvoll.

Die abendliche Gala des ONE SHOW AWARDs, die aufgrund der vielen Preise und trotz der nur fünfsekündigen Möglichkeit der Preisträger „Danke“ zu sagen, an zwei Abenden statt finden musste, war nett, aber bedarf keiner weiteren Lobhudeleien. Viel mehr als nett war der abendliche Austausch der mit den Kollegen von ressourcenmangel, hundertgrad, sapient razorfish, Grabarz & Partner, thjink und Co., die diese Reise zudem gemacht hat, was es in Bezug auf Know-how-Transfer, Inspiration und Kreativität war: AWESOME! Besonderen Dank gilt hier Mirco Hecker vom GWA, der mit dieser Premiere einen Volltreffer gelandet hat!

Sie möchten mehr darüber erfahren? Melden Sie sich gerne bei Mark Bourichter.

Mark Bourichter
Head of Social Media / PR
+49 2572 9363 53
m.bourichter@husare.de

Comments
  • Mirco
    Antworten

    Genauso wars! Und vielen Dank für die Blumen.

Leave a Comment